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  • Team Niggemann

„Mumpitz“! „Panikmache“! „Nur eine normale Grippe“! Das behauptet der Vorsitzende der AfD-Fraktion

Allein in Deutschland sind schrecklicherweise über 70.000 Menschen an (und nicht mit!) dem Coronavirus gestorben.

Der Vergleich mit jenen Ländern, die Corona zunächst auf die leichte Schulter genommen haben, zeigt, dass durch die Beschränkungen womöglich hunderttausende Menschenleben in Deutschland gerettet wurden. Viele weitere wurden durch den Lockdown von den schlimmen Langzeitschäden verschont, die eine COVID-19-Infektion verursachen kann. Für die Disziplin, sich zum Wohle anderer einzuschränken, gebührt allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unser großer Dank!

Derzeit scheint die Zahl der Neuinfektionen nicht weiter zu sinken. Daher ist es umso wichtiger, aus den bisherigen Erfahrungen abzuleiten, welche Änderungen trotzdem verantwortungsbewusst dauerhaft erfolgen können, um die schädlichen Nebenwirkungen des Lockdowns zu begrenzen.

Ein Punkt, der mir als Vater von vier kleinen Kindern besonders am Herzen liegt, sind die KiTas und Schulen. Ich bin froh, dass wir in Cottbus und Spree-Neiße unsere KiTas offenhalten konnten und begrüße, dass der Wechselunterricht an den Grundschulen wieder aufgenommen wurde und an den weiterführenden Schulen nächste Woche endlich aufgenommen wird. Natürlich müssen jetzt aber auch zügig Erzieher und Lehrer geimpft werden – alles andere wäre unverantwortlich. Das letzte Jahr hat zudem gezeigt, dass wir zu wenig Fortschritte in der Digitalisierung des Unterrichts gemacht haben. Unsere Kinder leiden somit nicht nur massiv unter den Kontaktbeschränkungen, sondern auch unter Unterrichtsausfall bzw. -einschränkungen. Die Bundesregierung ist aufgerufen, einen zweiten Digitalpakt aufzulegen. Dieser sollte nicht nur Gelder für die digitale Infrastruktur bereitstellen, sondern auch für die Ausstattung mit entsprechenden Endgeräten.



Einige Wirtschaftszweige nehmen durch den Lockdown schweren Schaden. Wenngleich ich grundsätzlich hinter der Strategie der Bundesregierung stehe, sehe ich doch Verbesserungspotenzial. Fehler, die gemacht wurden, müssen benannt und abgestellt werden. Die dringend benötigten Corona-Hilfen fließen zu langsam. Das muss schneller gehen! Ebenso müssen endlich Solo-Selbstständige unbürokratisch unterstützt werden. Hier sind Existenzen in Gefahr! Menschen, die über Jahre Steuern gezahlt haben und nun ohne eigenes Verschulden kein Einkommen mehr haben, darf unser Staat nicht im Regen stehen lassen.

Es ist zu begrüßen, dass der Einzelhandel mittlerweile unter Auflagen wieder öffnen darf und körpernahe Dienstleistungen erbracht werden dürfen. Allerdings hätte dies schon früher geschehen müssen! Diese Öffnungen sollten nicht zurückgenommen werden, selbst wenn aufgrund der erwarteten 3. Welle die Inzidenzzahlen wieder etwas steigen sollten. Die besonders vulnerablen Gruppen sind mittlerweile weitgehend geimpft. Es gibt Schnelltests und Testzentren. Es muss von allen politischen Entscheidungsträgern endlich anerkannt werden, dass die Einzelhändler und Dienstleister schon lange wirkungsvolle Hygiene- und Abstandskonzepte erarbeitet und umgesetzt haben! Ich stelle mich hier auch ausdrücklich hinter den Forderungskatalog der Mittelstandsinitiative Cottbus.

Warum sollte nicht auch bei höheren Inzidenzzahlen im Schuh- oder Bekleidungsgeschäft, im Elektronik- und im Baumarkt funktionieren, was in Supermärkten doch weitestgehend klappt?

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